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Verbundvorhaben: LiWeKo - Gewichtsreduzierte Leichtbau-Spannmittel, -Werkzeuge und -Komponenten für rationelle hochdynamische Zerspanungsprozesse; Teilvorhaben: Erarbeitung effizienter Fertigungstechnologien für die Herstellung beanspruchungsgerechter Faserverbundstrukturen.

Förderzeitraum
2019-10-01  –  2022-09-30
Bewilligte Summe
454.125,00 EUR
Ausführende Stelle
Connova Deutschland GmbH, Großröhrsdorf, Sachsen
Förderkennzeichen
03EN2015C
Leistungsplansystematik
Energiesparende Industrieverfahren - Fertigungstechnik [EA3251]
Verbundvorhaben
01192444/1  –  LiWeKo
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN4)
Förderprogramm
Energie
 
Bearbeitungsmaschinen gehören im Industriesektor unter anderem zu den großen Energieverbrauchern. Die Steigerung der Energieeffizienz von Bearbeitungsprozessen ist daher von großer Bedeutung. Im Fokus des beantragten Verbundvorhabens steht hierbei das Präzisionsschleifen mittels Schleifscheiben auf Standardschleifmaschinen. Eine deutliche Verringerung des Energiebedarfs derartiger Schleifmaschinen kann durch eine Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit erreicht werden. Gegenwärtig entstehen aufgrund der sehr großen bewegten Masse des gesamten Werkzeugsystems dabei allerdings unerwünschte Schwingungen, wodurch hohe Belastungen in der Maschine auftreten und die erforderliche Bearbeitungsqualität am Werkstück nicht gewährleistet werden kann. Mittels gewichtsreduzierter Spannmittel, Werkzeuge und Peripherieteile auf der Basis moderner Leichtbauwerkstoffe und Herstellungsmethoden kann allerdings eine Reduktion der gesamten Rotationsmasse erreicht werden. Dadurch soll eine Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit ermöglicht und somit eine signifikante Reduktion des Energiebedarfs von Standardschleifmaschinen (bis zu 30 %) erzielt werden. Das somit erreichbare theoretische Energieeinsparpotenzial für Deutschland, durch den Einsatz gewichtsreduzierter Spannmittel, Werkzeuge und Peripherieteile in 80 % der bundesweit betriebenen Schleifmaschinen, wird dabei auf 688 GWh pro Jahr geschätzt. Für das geplante Verbundvorhaben dient das Werkzeugsystem einer Standardschleifmaschine als generischer Demonstrator, an dem die Einsatzfähigkeit eines gewichtsreduzierten Werkzeugsystems nachgewiesen werden soll. Hierfür wird CONNOVA neuartige faserverbundbasierte Lösungen für die Aufnahme und Einspannung der Schleifscheibe erarbeiten.