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Verbundvorhaben: LowCarbonLeakage - Wertschöpfungsketten und Markt- und Diffusionsbarrieren in einem erweiterten Handelsmodell-Rahmen: Akteursverhalten in Leitmärkten, Handelsstrukturen und struktureller Wandel im Kontext unterschiedlicher Transformationsgeschwindigkeiten, Teilvorhaben: Modellierung

Förderzeitraum
2020-09-01  –  2023-08-31
Bewilligte Summe
335.416,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI1024B
Leistungsplansystematik
Querschnittsaufgaben - Systemanalyse [EA3310]
Verbundvorhaben
01213511/1  –  LowCarbonLeakage
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI1)
Förderprogramm
Energie
 
Der Effekt der Energiewende auf die deutschen und internationalen Wertschöpfungsketten für Energiewende-relevante Technologien hängt nicht allein von der Geschwindigkeit der deutschen Energiewende ab, sondern auch von der Geschwindigkeit der Transformationen der Handelspartner und der potentiellen Konkurrenten für die Herstellung dieser Technologie-güter. Somit ist die relative Geschwindigkeit zwischen deutscher Energiewende (Leitmarkt) und den ausländischen Transformationen (Absatzmärkten) entscheidend. Das Vorhaben wird solche und ähnliche Mechanismen in Modellen abbilden. Dafür müssen die vorhandenen Modelle erheblich erweitert werden. Mit dem erweiterten Modellset können Effekte unterschiedlicher relativer Transformationsgeschwindigkeiten (im Vergleich zum Ausland) und regulatorischer Rahmenbedingungen auf Markt- und Diffusionsentwicklung analysiert werden. So kann abgeschätzt werden, bei welchen Branchen ' und damit bei welchen Akteuren ' eine Abwanderung entweder der Unternehmen oder nur der Wertschöpfung unter welchen Bedingungen wahrscheinlich ist und welche volkswirtschaftlichen Effekte dies nach sich zieht. Außerdem werden die Modelle um soziotechnische Analysen erweitert, die den regulatorischen und gesellschaftlichen Rahmen abbilden. Damit werden andere Annahmen für die Modellierung erarbeitet als sonst üblich und die daraus folgenden, modifizierten Ergebnisse werden in die soziotechnischen Analysen zurückgespeist. Daraus wird ein Narrativ entwickelt, um die Bedeutung der Leitmärkte (oder deren Abwesenheit) für eine innovationsorientierte Energiewende einzuordnen. Somit zeigen die soziotechnischen Aspekte einerseits auf, unter welchen regulatorischen, gesellschaftlichen usw. Voraussetzungen Leitmärkte entstehen. Andererseits zeigt die Rückspeisung der Ergebnisse in die soziotechnische Analyse die Auswirkungen eines Verpassens des Pfades einer innovations- und exportorientierten Energiewende auf.