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Verbundvorhaben: EnEff:Wärme: FW-Digital - Digitalisierung der Technik und der Geschäftsprozesse in Wärmeversorgungssystemen; Teilvorhaben: Entwicklung digitaler Wärmeversorgungsstrukturen und deutsche Beteiligung am IEA-DHC Annex XIII

Förderzeitraum
2020-05-01  –  2023-12-31
Bewilligte Summe
489.454,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN3021A
Leistungsplansystematik
Wärmetransport und -verteilung [EA2150]
Verbundvorhaben
01211915/1  –  EnEff:Wärme: FW-Digital
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN3)
Förderprogramm
Energie
 
Durch die Digitalisierung der Energiewirtschaft und Wärmeversorgung kann die Gesamteffizienz des Systems verbessert, Kosten und Treibhausgasemissionen reduziert sowie die Integration von erneuerbaren Quellen erleichtert werden. Im Vergleich verschiedener Energiesektoren sind Digitalisierungsprozesse derzeit im Bereich Strom weiter entwickelt als in der Wärmeversorgung. Ziel des Projekts ist es, die Wärmelieferungsprozesse, die in technische, Geschäfts- und in rechtliche Rahmenprozesse unterteilt werden, zu strukturieren und verschiedene Digitalisierungsmaßnahmen zu untersuchen und bewerten. Technische Wärmeversorgungsprozesse beinhalten Erzeugung, Verteilung, Lastprognose und Kraftwerkseinsatzplanung, während Geschäftsprozesse die Kundengewinnung und -bindung sowie die Rechnungsstellung und den Kundenservice umfassen. Diese Wertschöpfungsstufen lassen sich durch Datenintegration zwischen aufeinanderfolgenden Prozessen maßgeblich optimieren. Zur Effizienzsteigerung werden möglichst in Echtzeit erfasste Verbrauchs- und Erzeugerdaten sowie personen- oder gewohnheitsbezogene Daten wie Komfortanforderungen oder Zahlungsbereitschaft benötigt. Diese Datenanforderungen unterliegen sowohl der europäischen Datenschutz-Grundverordnung als auch dem Bundesdatenschutzgesetz. Das Projekt adressiert daher als integralen Bestandteil die Untersuchung des Umgangs mit den personenbezogenen Daten aus rechtswissenschaftlicher Perspektive und erarbeitet so Vorschläge, inwieweit die technischen und kaufmännischen Prozessanforderungen bereits unter den heutigen regulatorischen Rahmenbedingungen umgesetzt werden können. Ergänzend hierzu wird aufgezeigt, welche Anpassungen des Rechtsrahmens erforderlich wären, um Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung im Fernwärmesektor weiter voranzutreiben. Daneben sind Rechtsfragen zur Messung und zum Messstellenbetrieb in Fernwärmesystemen und weitere rechtliche Vorgaben zur Implementierung neuer technischer und betrieblicher Prozesse zu untersuchen.