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Verbundvorhaben: ReMoDigital - Resilienz-Monitoring für die Digitalisierung der Energiewende; Teilvorhaben: KONTEXT - Entwicklung von gesellschaftlichen und umweltbedingten Kontextszenarien mit Hilfe der Cross-Impact Bilanzanalyse (CIB)

Förderzeitraum
2020-09-01  –  2023-08-31
Bewilligte Summe
149.114,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI1020D
Leistungsplansystematik
Querschnittsaufgaben - Systemanalyse [EA3310]
Verbundvorhaben
01210485/1  –  ReMoDigital
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI1)
Förderprogramm
Energie
 
Die Funktionalität des zukünftigen deutschen Energiesystems wird von gesellschaftlichen, politischen und umweltbedingten Kontexten geprägt sein; gleichzeitig werden auch technologische Richtungsentscheidungen gesellschaftliche Vorstellungen und Nutzungen von Energie beeinflussen. Daraus ergeben sich klare Anforderungen an die Ausrichtung wissenschaftlicher Erforschung sowie an die praktische Ausgestaltung eines Resilienz-Monitorings: Erstens müssen kritische gesellschaftliche und umweltbedingte Ereignisse identifiziert werden, die die Funktionalität des zukünftigen Energiesystems signifikant beeinflussen können. Zweitens müssen Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen und umweltbedingten Kontextbedingungen und technologischen Richtungsentscheidungen systematisch analysiert und in ein Stresstest-Instrumentarium integriert werden, sodass sie dessen Nutzerinnen und Nutzern transparent und interaktiv zur Verfügung stehen. Dies ist das Hauptziel des Teilvorhabens und soll mit der Entwicklung transdisziplinärer Kontextszenarien realisiert werden. Zentraler Output des Teilprojekts ist dabei die Entwicklung in-sich konsistenter und plausibler Kontextszenarien, in denen kritische gesellschaftliche Ereignisse aufgearbeitet werden, die Funktionalität des zukünf¬tigen Energiesys¬tems signi¬fikant beeinflussen können. Die Nutzung der Cross-Impact Bilanzanalyse (CIB) zur Erstellung der Kontextszenarien stellt einen innovativen Ansatz dar und trägt dabei maßgeblich zum Alleinstellungsmerkmal des Gesamtvorhabens bei, denn einerseits werden die Kontextszenarien mithilfe der interdisziplinären Projektgruppe sowie durch Konsultationen von Praxispartnern entwickelt und tragen so zum Co-Design-Prozess der Monitoring Instrumente bei. Zum anderen ermöglicht die Integration gesellschaftlicher Auswirkungen eine gesellschaftliche Relevanz der systemanalytischen Instrumentarien.