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Verbundvorhaben: PrOperPhotoMile - Auf dem Weg zur Vorhersage der Betriebslebensdauer von Perowskit-Photovoltaik; Teilvorhaben: Ermittlung von Beschleunigungsfaktoren in Perowskit-Photovoltaik durch maschinelles Lernen

Förderzeitraum
2020-11-01  –  2023-10-31
Bewilligte Summe
229.267,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE1070A
Leistungsplansystematik
Dünnschichttechnologien Sonstige Materialien/Technologien [EB1028]
Verbundvorhaben
01217814/1  –  PrOperPhotoMiLe - Vorhersage der Betriebslebensdauer von Perowskit-Photovoltaik: Beschleunigungsfaktoren ermittelt durch in einer Stabilitätsstudie durch maschinelles Lernen
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE1)
Förderprogramm
Energie
 
Perowskit-Solarzellen (PSZ) basierend auf Metall-Haloiden haben die Entwicklung der Photovoltaik in den letzten Jahren stark vorangetrieben. Im Moment erreichen sie einen Wirkungsgrad von über 25 % bei niedrigen Kosten und einfacher Herstellung. Weiterhin kann die Kombination von Perowskiten mit vorhandenen Siliziumsolarzellen in einer sogenannten Tandemarchitektur entscheidend zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und somit zur Energiewende beitragen. Allerdings stellt die begrenzte Lebensdauer von PSZ ein großes Fragezeichen hinsichtlich einer möglichen Kommerzialisierung dar. Daher sind beschleunigte Stabilitätstests für PSZ erforderlich, um vielversprechende Materialien und Solarzellen-Architekturen zu identifizieren sowie deren maximale Lebensdauer vorherzusagen. Trotz weltweiten Bemühungen in Bezug auf Stabilitätsuntersuchungen ist eine große Varianz zwischen verschiedenen Solarzellentypen, experimentellen Verfahren und berichteten Prozessparametern festzustellen. Die Antragsteller haben vor kurzem ein Konsens-Papier veröffentlicht, das Richtlinien für den Test der PSZ-Stabilität und für die Berichterstattung von zukünftigen Datenerhebungen vorgibt. Die Analyse großer Datenmengen stellt jedoch eine ebenso große Herausforderung dar. Die Entwicklung eines Alterungsprotokolls für Perowskit-Solarzellen, um die Degradation zu testen und Beschleunigungsfaktoren zu definieren, ist ebenfalls ein herausforderndes Problem. Zugrunde liegt die Komplexität des Bauelements, die große Zahl an Einflußparametern und die verbundenen großen Datenmengen. Die Technischen Universität München (TUM) soll neue Machine-Learning-Modelle entwickeln, um die Entdeckung von Korrelationen zwischen verschiedenen Degradationsparametern zu automatisieren und die wichtigsten Beschleunigungsfaktoren zu finden. Die Ausführung dieser Aufgabe erfordert die Entwicklung neuartiger Machine- Learning-Architekturen und strukturierter Datenbanken für den Degradationsprozess von Perowskit-Solarzellen.