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Verbundvorhaben: Dynamische und intersektorale Maßnahmenbewertung zur kosteneffizienten Dekarbonisierung des Energiesystems; Teilvorhaben: Gesamtsystem

Förderzeitraum
2016-08-01  –  2019-09-30
Bewilligte Summe
1.729.354,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03ET4037A
Leistungsplansystematik
Querschnittsaufgaben - Systemanalyse [EA3310]
Verbundvorhaben
01170032/1  –  DYNAMIS
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI1)
Förderprogramm
Energie
 
Die Grundlage zur Bewertung von Handlungsoptionen zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und Ressourcen im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor verändert sich fortlaufend. Ziel des Forschungsvorhabens Dynamis ist daher die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur kontinuierlichen Bewertung sektorübergreifender CO2-Minderungsmaßnahmen. Dieses Werkzeug soll es ermöglichen, jederzeit Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenkombinationen unter den aktuellen Rahmenbedingungen des Systems zu bewerten, um geeignete Wege zur kosteneffizienten Dekarbonisierung der Energieversorgung aufzuzeigen. Im Baustein 'Erstellung der Datenbasis' werden sektorübergreifende Daten erhoben, vergleichbar gemacht und in einer aktualisierbaren Struktur für das Regionalisierte Energiesystemmodell der FfE (FREM) aufbereitet. Die Daten beschreiben sowohl das Energiesystem, als auch die zu untersuchenden Maßnahmen. Im Baustein 'Simulation & Optimierung' wird die Anlagenausbau- und Einsatzplanung (AAEP) weiterentwickelt, um den Einfluss der CO2-Minderungsmaßnahmen auf das System und die Wechselwirkungen untereinander zu simulieren. Hierzu wird die AAEP mit der zuvor erhobenen Datenbasis verknüpft und ein Marktmodell implementiert, welches aktuelle Entwicklungen im Bereich der Marktgestaltung (Strommarkt 2.0) abbildet. Zudem wird hier dem Zusammenwachsen von Strom-, Wärme- und Gasmarkt Rechnung getragen. Im Baustein 'Maßnahmenbewertung' werden die CO2-Minderungsmaßnahmen unter verschiedenen Gesichtspunkten, wie z.B. der Diskrepanz aus Akteurs- und Systemsicht und dem resultierenden Flexibilitätsbedarf, bewertet. Dabei kann sowohl eine Bewertung von Einzelmaßnahmen, als auch eine Bewertung von Maßnahmenkombinationen durchgeführt werden. Erstere berücksichtigt im Wesentlichen die Rückwirkung der Maßnahmen auf das System und Letztere zudem die Wechselwirkungen der Maßnahmen untereinander. Die entwickelten Methoden und Werkzeuge werden anschließend angewandt, um verschiedene Maßnahmenszenarien zu bewerten.
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