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Verbundvorhaben: Dialogbrücken - Stromnetzausbau vor Ort: Die Rolle von Kommunen als Dialogbrücken zwischen nationaler Planung und lokalem Protest - Teilprojekt: Befragung und Transfer

Förderzeitraum
2020-07-01  –  2022-06-30
Bewilligte Summe
194.296,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI5207A
Leistungsplansystematik
Energiewende und Gesellschaft (Querschnittsaktivitäten) [EA3350]
Verbundvorhaben
01210064/1  –  Dialogbrücken
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI5)
Förderprogramm
Energie
 
In den Kommunen wird sich entscheiden, ob die Energiewende konkret gelingt. Dazu gehört auch die wesentliche Frage des Ausbaus der Übertragungsnetze, der zwar eine überregionale Bedeutung für die Energieversorgung besitzt, aber für viele Menschen vor Ort wenig lokalen Nutzen erkennen lässt. Ziel des Vorhabens ist es deshalb, die Bedeutung des Schlüsselakteurs 'Kommune' beim Ausbau des Übertragungsnetzes zu analysieren und Wege aufzuzeigen, wie diese in ihrer Rolle als verantwortungsvoll wirkender Akteur für den Um- und Ausbau des Energiesystems in Deutschland gestärkt werden können. Kommunen begreifen wir als ein komplexes und zuweilen kontingentes Zusammenspiel von Gemeindeund Stadträten, Verwaltungsakteuren, von Bürgerinitiativen/ lokalen Interessengruppen und Lokalpolitik. Eingebunden und beeinflusst ist das lokale Geschehen dabei durch eine rahmensetzende Mehrebenengovernance und überlokale Akteure. Das interdisziplinär und transdisziplinär arbeitende Konsortium plant, die Bedingungen und Faktoren herauszuarbeiten, die auf die Rollenwahrnehmung der Kommunen als komplexer Akteur in der Öffentlichkeitsbeteiligung einwirken, um darauf aufbauend institutionelle Weichensteller zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten für die Rollenwahrnehmung der Kommunen auszuarbeiten. Bereits im Forschungsprozess und Projektverlauf sollen Reflektion, Dialog und Austausch zwischen zentralen Akteuren, die am Stromnetzausbau beteiligt sind, angestoßen werden, die langfristig weitergeführt und zum Verständnis und zur intensiveren Zusammenarbeit von Multiplikatoren führen. Teilvorhaben 'Befragung und Transfer' umfasst eine bundesweite quantitative Befragung von Kommunen in ausgewählten Trassenkorridoren zu ihrer Rolle und ihrem Selbstverständnis im Rahmen des Netzausbaus sowie die Organisation und wissenschaftliche Begleitung eines Begleitkreises aus Stakeholdern und Multiplikatoren und Ergebnisaufbereitung und Transfer.