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Verbundvorhaben Suleman: Aufbereitung von Grundwässern mit erhöhten Sulfatgehalten: Innovative Optionen und Grenzen eines ressourceneffizienten Trinkwassermanagements; Teilvorhaben: Aerober Verfahrensvergleich / Matrixeffekte

Förderzeitraum
2018-06-01  –  2022-02-28
Bewilligte Summe
270.242,00 EUR
Ausführende Stelle
BERLINER WASSERBETRIEBE, Berlin, Berlin
Förderkennzeichen
03ET1574C
Leistungsplansystematik
Energiesparende Industrieverfahren - Abwasser- und Brauchwassertechnik [EA3257]
Verbundvorhaben
01183204/1  –  Suleman
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN4)
Förderprogramm
Energie
 
Im SULEMAN Projekt kooperieren die beiden größten deutschen Wasserversorgungsunternehmen Hamburg Wasser und die Berliner Wasserbetriebe mit zwei Wasserforschungseinrichtungen (DVGW-TUHH, KWB (Berlin) sowie zwei Technologieunternehmen (INGE GmbH, Surflay Nanotec GmbH), um das vielerorts zunehmende Problem ansteigender Sulfatkonzentrationen in Rohwässern der Trinkwasseraufbereitung energieeffizient zu lösen. Die Entfernung von Sulfat aus Rohwässern der Trinkwasserversorgung ist aktuell mit hohen spezifischen Energieverbräuchen und großen Unsicherheiten hinsichtlich der Stabilität der Aufbereitung verbunden. Im kommerziellen Angebot stehen die Verfahren der Umkehrosmose (UO) sowie des Ionentausches (IX). Beide Technologien können sich in Ihrer Effektivität und Effizienz je nach Rohwasserzusammensetzung sehr unterschiedlich verhalten. Ziel des SULEMAN Projekts ist es auf Grundlage von Betriebsdaten aus Versuchsanlagen an den Standorten Hamburg und Berlin, modellbasierte, sichere Aussagen zur Energieeffizienz der Sulfatreduktion zu machen. Hierzu werden Versuche zur UO und dem IX durchgeführt. Als Alternative wird ein radikal innovatives Verfahren zur Sulfatreduktion mit kapillaren LbL-modifizierten Ultrafiltrationsmembranen entwickelt, untersucht und optimiert. Mit LbL-UF könnten deutlich geringere spezifische Energieverbräuche bei der Sulfatreduktion realisierbar sein. Aufgrund der Membranmodulgeometrie ist hier mit höheren Ausbeuten und besseren Betriebseigenschaften zu rechnen. Die im SULEMAN Projekt untersuchten Verfahrensvarianten werden einer vergleichenden Bewertung über ihre Lebenszyklen unterzogen. Final werden u.a. Handlungsempfehlungen für den energieeffizienten Umgang bei der Aufbereitung sulfatreicher Rohwässer für alle deutschen WVU bereitgestellt. Die DVGW-Forschungsstelle TUHH trägt die Projektergebnisse in die Gremien des DVGW, forscht an den genannten Prozessen, wertet die Projektdaten koordinierend aus und hat das Projektmanagement inne.