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Verbundvorhaben: Dialogbrücken - Stromnetzausbau vor Ort: Die Rolle von Kommunen als Dialogbrücken zwischen nationaler Planung und lokalem Protest - Teilprojekt: Fallstudien

Förderzeitraum
2020-07-01  –  2022-08-31
Bewilligte Summe
92.117,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI5207B
Leistungsplansystematik
Energiewende und Gesellschaft (Querschnittsaktivitäten) [EA3350]
Verbundvorhaben
01210064/1  –  Dialogbrücken
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI5)
Förderprogramm
Energie
 
Der Netzausbau gilt als Flaschenhals der Energiewende. Lokale Proteste und Widerstand verzögern den Ausbau der Übertragungsnetze erheblich und verhindern die Integration der Erneuerbaren Energien in das Energiesystem. Das Verbundvorhaben 'Die Rolle von Kommunen als Dialogbrücken zwischen nationaler Planung und lokalem Protest' analysiert die Rollenwahrnehmung der Kommunen in der Öffentlichkeitsbeteiligung. Ziel des Vorhabens ist es, praxisrelevante Erkenntnisse zur Bedeutung des Schlüsselakteurs 'Kommune' beim Ausbau des Übertragungsnetzes herauszuarbeiten und Wege aufzuzeigen, wie diese in ihrer Rolle als verantwortungsvoll wirkender Akteur für den Um- und Ausbau des Energiesystems in Deutschland gestärkt werden können. Das interdisziplinär und transdisziplinär arbeitende Konsortium plant die Bedingungen und Faktoren herauszuarbeiten, die auf die Rollenwahrnehmung der Kommunen als komplexer Akteur in der Öffentlichkeitsbeteiligung einwirken, um darauf aufbauend institutionelle Weichensteller zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten für die Rollenwahrnehmung der Kommunen auszuarbeiten. Im Teilvorhaben 'Fallstudien' analysiert das KWI zwei Fallstudien, um die Aufgaben und Rollen der Kommunen und mögliche Ziel- und Interessenskonflikte als Akteur der Öffentlichkeitsbeteiligung im Netzausbau genauer herauszuarbeiten. Dabei geht es darum, Mechanismen, hemmende und fördernde Faktoren und Bedingungen des kommunalen Handelns zu identifizieren, die sich auf die Öffentlichkeitsbeteiligung und Rollenwahrnehmung der Kommunen auswirken. Die zwei Fälle sollen möglichst unterschiedliche Ausgangsbedingungen (most different case design) wiederspiegeln, von denen wir ausgehen, dass sie Einfluss auf das Handeln der Kommunen haben. Das KWI arbeitet zudem theoretische Grundlagen und den internationalen und disziplinenübergreifenden Forschungsstand auf, um die Forschungsfragen zu konkretisieren und ein forschungsleitendes Begriffsinstrumentarium für das Vorhaben aufzubauen.