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Verbundvorhaben: Forschungsverbund zur Entwicklung neuer Methoden der Energiesystem-Modellierung, Teilvorhaben: Modellierung des Einflusses von Akzeptanz, Nachfrage und Flexibilitätsoptionen auf Dekarbonisierungspfade des Europäischen Strommarkts und komparative Modellanalyse

Förderzeitraum
2016-11-01  –  2020-02-29
Bewilligte Summe
329.714,98 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
0324008A
Leistungsplansystematik
Querschnittsaufgaben - Systemanalyse [EA3310]
Verbundvorhaben
01166905/1  –  Forschungsverbund zur Entwicklung neuer Methoden der Energiesystem-Modellierung
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI1)
Förderprogramm
Energie
 
Die veränderten Rahmenbedingungen des Europäischen Energiesystems sind vor allem durch die Liberalisierung und Dekarbonisierung der Erzeugungsseite geprägt. Daraus resultiert eine dynamische Entwicklung, welche zu einem veränderten Kraftwerkspark und einer neuen Marktkonzentration führt. Zusätzlich führt der Ausbau von erneuerbarer Energien zu neuen Marktakteuren und einer erhöhten Bedeutung der Nachfrageseite und Gesellschaft. Somit ergänzt die gesellschaftliche Komponente die traditionellen Rahmenbedingungen von Energiemärkten. Trotz der Vielzahl an Energiemarktmodellen wird diese Komponente in existierenden Modellierungsansätzen vernachlässigt. In Anlehnung daran widmet sich die Projektarbeit des ifo den folgenden Zielen: 1) Die Integration gesellschaftlicher Faktoren in das bestehende EU-REGEN Modell. Diesbezüglich wird eine Modellkomponente zu diesen Faktoren erarbeitet und implementiert. 2) Die Erarbeitung von konsistenten sozio-ökonomischen Szenarien zu den beschriebenen Rahmenbedingungen. 3) Der Vergleich der Simulationsergebnisse des EU-REGEN Modells mit den Resultaten der Verbundpartner. Durch systematische Modellvergleiche werden die komparativen Vorteile und Limitationen des EU-REGEN Modells herausgearbeitet. In Kooperation mit den Projektpartnern wird ein gemeinsamer Ergebnisraum generiert, um Sensitivitäten in Bezug auf Modellformulierungen zu erarbeiten. Das ifo Institut wird unter Arbeitspaket 1, 2, 4, 5 arbeiten und koordiniert das Gesamtprojekt. Der Fokus der Projektarbeit wird auf AP2 und AP4 liegen und das ifo Institut übernimmt zusätzlich die Koordination von AP1. In AP2 wird das EU-REGEN Modell erweitert, um das Konzept der gesellschaftlichen Akzeptanz in den Modellierungsansatz zu integrieren. Das weiterentwickelte Modell wird in AP4 als Basis für die Ausgestaltung von Szenarien genutzt. Diese Szenarien werden in AP5 in das Modell implementiert und mit den Ergebnissen anderer Projektpartner verglichen.
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