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Verbundvorhaben: Drones4Bats - Mobile Erfassung von Fledermäusen bei Onshore-Windenergieanlagen durch autonome Messdrohnen; Teilvorhaben: Projektleitung und -kommunikation, FriendlyDrone, Systementwicklung und -test

Förderzeitraum
2021-09-01  –  2024-08-31
Bewilligte Summe
579.485,73 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE3055E
Leistungsplansystematik
Umweltaspekte der Windenergie, Ökologische Begleitforschung [EB1260]
Verbundvorhaben
01235176/1  –  Drones4Bats - Mobile Erfassung von Fledermäusen bei Onshore-Windenergieanlagen durch autonome Messdrohnen
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE3)
Förderprogramm
Energie
 
Der Ausbau von Windenergieanlagen (WEA) ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, jedoch sank die Ausbaurate in den letzten Jahren. Da streng geschützte Fledermäuse durch WEA zu Tode kommen und Artenschutzbelange eine der wenigen Klagemöglichkeiten gegen den Bau von WEA darstellen, werden diese in Klagen häufig angeführt. Um einen fledermausfreundlicheren Betrieb zu gewährleisten, werden bei der Planung von WEA Minimierungsmaßnahmen, wie Abschaltzeiten, angewendet. Das Fledermausaktivitätsniveau wird vor dem Bau der WEA von Gutachtern vom Boden aus, sowie durch stationäre Messmasten erfasst. Durch die geringe Reichweite der Mikrofone für Aufnahmen von Ultraschall kann jedoch ein großer Bereich rund um eine WEA derzeit nicht erfasst werden, was mit ein Grund für Rechtsunsicherheiten ist. Das Projekt Drones4Bats entwickelt und testet Drohnen, welche autonom Messungen vornehmen. Messdrohnen können vor dem Bau einer WEA ergänzend zur Standortbestimmung genutzt werden, sowie nach dem Bau WEA-Betreibern weitere Evidenzen zu Fledermausvorkommen und -arten liefern. Um eine geeignete Drohne für den Einsatz zu finden, werden drei verschiedene flugfähige Systeme eingesetzt und systematische Tests zur Messmethode vorgenommen, sowie erforscht, ob sich die Drohnen auf das Verhalten der Fledermäuse auswirken. Bei geringem Ladestand zur Bodenladestation zurück navigieren und selbstständig aufladen. Die erfassten Daten werden in einer Cloud für eine schnelle Veranschaulichung der Fledermausarten und Aktivitätsniveaus zusammengeführt. Ziel dieses ergänzenden Messverfahrens ist mit geringem Mehraufwand die Aussagekraft der erhobenen Daten signifikant zu verbessern, so dass die Rechtssicherheit der Gutachten gesteigert wird. Außerdem wird erforscht, ob durch die ergänzenden Messungen die vorgegebenen Abschaltzeiten der WEA im Betrieb sowie gleichzeitig die Schlagopferzahlen der Fledermäuse reduziert werden können.