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ANGUS II: Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrundes als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher - Integration unterirdischer Speichertechnologien in die Energiesystemtransformation am Beispiel des Modellgebietes Schleswig-Holstein - Energienetzmodellierung und zukünftige Energiepfade

Förderzeitraum
2017-01-01  –  2020-12-31
Bewilligte Summe
286.331,00 EUR
Ausführende Stelle
Europa-Universität Flensburg, Flensburg, Schleswig-Holstein
Förderkennzeichen
03ET6122E
Leistungsplansystematik
Geologische Wasserstoffspeicher für die Sektorkopplung [EA2732]
Verbundvorhaben
01176358/1  –  ANGUS II
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI3)
Förderprogramm
Energie
 
Ziele des Verbundprojekts ANGUSII sind die Entwicklung von Methoden zur Dimensionierung und Auswirkungsanalyse geotechnischer Speicher für Wasserstoff, synthetisches Methan, Druckluft und Wärme, sowie die Integration der hier entwickelten Methoden in Konzepte der unterirdischen Raumplanung. Energiespeicher werden in einer zukünftigen, stark auf erneuerbare Energien ausgerichteten Energieversorgung zum Ausgleich von Erzeugerfluktuationen und saisonalen Schwankungen unverzichtbar sein. Dabei ist zu beachten in welchem zeitlichen und räumlichen Umfang die Speicher vom Energiesystem benötigt werden. Dies wird durch die Nutzung von Energiesystemmodellen abgebildet. Die Europa-Universität Flensburg (EUF) wird Modelle zur Simulation von Strom- und Energienetzen entwickeln und zusammen als ein Energiesystemmodell koppeln. Dabei wird auf dem an der EUF entwickelten unter offenen Lizenzen verfügbarem Simulationstools renpass und dem Open Energy Modelling Framework oemof aufgebaut. Die detaillierte simulative Betrachtung der Untergrundnutzung erfordert die Verknüpfung der geologischen Speichermodelle, der oberirdischen Anlagenmodelle und des Energiesystemmodells, um Wechselwirkungen korrekt abzubilden. Hierfür müssen geeignete Schnittstellen entwickelt und implementiert werden. Mögliche Entwicklungspfade des Energiesystems werden in Form von Szenarien entwickelt. Sie werden im Energiesystemmodell und in den über die Schnittstellen angebundenen Modelle genutzt. Aus diesen untersuchten möglichen Entwicklungspfaden wird einer ausgewählt, der plausibel ist und eine hohe Speichernutzung beinhaltet. Hierdurch wird es möglich, einen plausiblen Ausbaupfad mit hohen Nutzungsanteilen von geologischen Speichern, Hochtemperatur-Wärmespeichern, Druckluftspeichern und Kleingeothermieanlagen nicht nur in der Energiesystemsimulation detailliert zu untersuchen, sondern auch verschiedene Nutzungsszenarien des Untergrunds für diesen Entwicklungspfad des Elektrizitätssystem abzuleiten.