Detailansicht: 1 von 2

 

Verbundprojekt: Technisch-wirtschaftliche Optimierung von solarthermischen Kombianlagen (TEWIsol); TP: Integrierte Produkt- und Prozesskostenanalyse zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit solarthermischer Kombianlagen

Förderzeitraum
2016-01-01  –  2019-06-30
Bewilligte Summe
108.829,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
0325855B
Leistungsplansystematik
Systemtechnik solares Heizen und WW- Bereitung für Großanlagen [EB2030]
Verbundvorhaben
01164566/1  –  TEWIsol
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi.IIC6)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN6)
Förderprogramm
Energie
 
Das Verbundprojekt 'TEWIsol' zwischen dem Fraunhofer ISE und dem WZL der RWTH Aachen führt moderne Produktkostenoptimierung und Solarthermietechnologie zusammen. Dabei kommen Methoden der Wertanalyse, des Komplexitätsmanagements und der Prozesskostenanalyse zusammen mit modernen Methoden der Anlagensimulation und der Messtechnik zum Einsatz. Ziel ist es, durch Kombination dieser Herangehensweisen eine Methodik zu schaffen, welche eine noch wirkungsvollere Identifizierung von Optimierungspotenzialen hinsichtlich des besten Preis-/Leistungsverhältnisses ermöglicht. Berücksichtigt wird hierbei die komplette Prozesskette von Komponentenlieferanten über Systemhersteller bis zur Installation durch den Handwerker. Optimierungskriterium ist die Minimierung der Vollkosten für den Kunden im Verhältnis zum Normsystemertrag. Als Ergebnis dieser Optimierung soll sich eine Kostensenkung für den Endkunden von mehr als 20% ergeben. Tests von Stiftung Warentest und Ökotest zeigen, dass heute trotz einer sehr großen System- und Preisvielfalt bei Kombianlagen relativ geringe Unterschiede im Ertrag existieren. Durch die Reduktion der Variantenvielfalt besteht folglich ein Kostensenkungspotenzial ohne wesentliche Ertragseinbußen, da die Hersteller höhere Skaleneffekte erzielen können. Durch eine kombinierte technisch-wirtschaftliche Optimierung ist deshalb eine signifikante Kostenreduktion erreichbar. Der Arbeitsplan sieht vor, dass zunächst sowohl die wirtschaftlichen als auch die technischen Methoden von den jeweiligen wissenschaftlichen Partnern in Bezug auf die Anwendung für solarthermische Kombianlagen je nach Bedarf angepasst bzw. neu entwickelt werden. In einem zweiten Schritt werden beide Ansätze zusammengeführt, um daraus eine integrative Vorgehensweise der Optimierung zu generieren. Der Nachweis der Wirksamkeit der neuen Methodik wird durch die beispielhafte Anwendung bei zwei Partnern aus Industrie und Gewerbe nachgewiesen.
Weitere Informationen