details_view: 3 von 3

 

ENOB: KINERGY - Ganzheitliche intelligente Heizungsanlagenüberwachung und Optimierung durch künstliche Intelligenz; Teilvorhaben: Entwicklung und Evaluation von Simulations- und Decision-Support-Systemen

Zeitraum
2019-11-01  –  2024-06-30
Bewilligte Summe
606.308,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN1011C
Leistungsplansystematik
Energieoptimierte Gebäude - Digitale Werkzeuge [EA4450]
Verbundvorhaben
01197315/1  –  EnOB: KINERGY
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK.IIB5)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN1)
Förderprogramm
Energie
 
Studien zufolge verbrauchen etwa 75% der in Deutschland betriebenen Wärmeerzeugungsanlagen in Immobilien zu viel Energie. Verantwortlich hierfür ist häufig die falsche Programmierung der komplexen Technik in den Heizungskellern. Aber auch falsch montierte oder defekte Bauteile sorgen für einen höheren Energieverbrauch und arbeiten oft unerkannt vor sich hin. Umfassende Sensordaten aus dem gesamten Heizsystem sind meistens nicht vorhanden, da sie für den reinen Regelungsbetrieb nicht benötigt werden, oder sie können vom Techniker nicht richtig interpretiert werden, so dass eine zielgerichtete Lösung und Verbesserung ausbleibt. Gleichzeitig macht die Informatik große Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und bei der Entwicklung von Expertensystemen. Hier setzt KINERGY an. Es soll ein Entscheidungsunterstützungssystem entwickelt werden, das herstellerunabhängig die Sensordaten interpretieren und konkrete Lösungsvorschläge für den Handwerker entwickeln kann. Es kombiniert verschiedene Techniken: Ein Simulationssystem, das mittels intelligenter Kalibrierung aufgrund der Sensordaten reale Heizungsanlagen möglichst genau abbilden soll und ein wissensbasiertes System, das mit Regeln Schwachstellen und Verbesserungsansätze inferiert. Auf Basis dieser Techniken und einer Integrationskomponente werden Vorschläge generiert, mit denen die Handwerker dann zielgerichtet die Umstellung der Anlage durchführen und einen energieeffizienten Betrieb sicherstellen können. Im Rahmen einer Voruntersuchung mit manueller Entwicklung von Optimierungsempfehlungen durch Ingenieure konnten an Testanlagen etwa 15% Energie eingespart werden.