Verbundvorhaben: InjectAdhesive - Klebstoffinjektion als effizientes und ressourcenschonendes Fügeverfahren für die Rotorblattproduktion; Teilvorhaben: Entwicklung von injektionsfähigen Klebstoffen und Entwicklung und Erprobung des rotorblattspezifischen Fügeprozesses
Zeitraum
2024-09-01 – 2027-08-31
Bewilligte Summe
1.203.546,66 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE2068A
Leistungsplansystematik
Windenergieanlagen - Rotoren, Rotorblätter [EB1211]
Verbundvorhaben
01263381/1 – InjectAdhesive - digitalen Architektur als Plattform für die mechanische Leistungsmessung in
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE2)
Förderprogramm
Energie
Der in Europa geplante Ausbau der Windenergie wird die Branche vor große Herausforderungen stellen. U.a. wird die Erhöhung der Produktionskapazität bzgl. Infrastruktur, Fachpersonal und Materialverfügbarkeit eine Hürde für den resilienten Ausbau der europäischen Windenergie werden. Die immer größeren und damit auch schwerer werdenden Rotorblätter müssen zukünftig in höherer Stückzahl produziert werden und stehen aufgrund des geringen europäischen Fertigungsanteils besonders im Fokus. Als Folge hieraus müssen neue Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Aufgrund der Investitionshöhe und der langen Planung- bzw. Bauzeiten sind Innovationen, die eine Reduktion der Formbelegungszeiten ermöglichen, von großem gesellschaftlichem Interesse. Sie ermöglichen eine schnellere Erhöhung der Produktionskapazitäten und werden gegen Ende des Jahrzehnts einen positiven Beitrag zum Erreichen der on- und offshore Ausbauziele für die Windenergie leisten. Innerhalb des Vorhabens InjectAdhesive soll ein innovatives und prozesszeitverkürzendes Fügeverfahren mittels Injektion entwickelt werden. Dieses neue Fügeverfahren mittels Injektion anstatt des bisherigen heutzutage üblichen Prozesses mit Applikation und anschließendem Fügen ermöglicht die Nutzung von Klebstoffsystemen mit einer kürzeren Härtungszeit und gleichzeitig die Reduktion des applizierten Klebstoffvolumens, da hier die Blätter erst übereinander positioniert und nur der eigentliche Spalt direkt mit Klebstoff gefüllt werden muss. Es entfallen innerhalb der Topfzeit das Fügen und das Entfernen des überschüssigen Klebstoffs. Um diese Ziele zu erreichen, muss innerhalb des InjectAdhesive Vorhabens intensiv in enger Abstimmung an der Klebstoffformulierung als auch an der Klebstoffapplikation gearbeitet werden, da die rheologischen Anforderungen hier komplett anders sind. Der neue adaptierte Klebstoff muss nicht wie bisher standfest sein, sondern muss gut und ohne hohen Druck in den Spalt fließen.