Verbundvorhaben: CausaVitrum - Strategien zur sicheren, langfristigen und nachhaltigen PV-Stromversorgung mit Glas-Glas-Modultechnologien; Teilvorhaben: Analyse, Identifizierung und Ursachenbewertung von Glasbrüchen in Glas-Glas-Photovoltaikmodulen
Zeitraum
2026-06-01 – 2029-05-31
Bewilligte Summe
447.663,32 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE1262E
Leistungsplansystematik
Photovoltaik - andere Strukturen - Sonstiges [EB1042]
Verbundvorhaben
01288701/1 – CausaVitrum - Strategien zur sicheren, langfristigen und nachhaltigen PV-Stromversorgung mit Glas-Glas-Modultechnologien
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE1)
Förderprogramm
Energie
Das Teilvorhaben des Glass Competence Center (GCC) der TU Darmstadt ist im Verbundprojekt 'CausaVitrum' eingebettet, das Strategien für eine sichere, langfristige und nachhaltige PV-Stromversorgung mit Glas-Glas-Modulen entwickelt. Ausgangspunkt sind vermehrt auftretende Glasbrüche in PV-Kraftwerken und -Modulen, verursacht u. a. durch Hagel- und Steinschlag, unzureichende Glasqualität sowie nicht standortgerechte Modul- und Unterkonstruktionsdesigns. Diese Schäden gefährden Ertrag, Sicherheit und Akzeptanz großer PV-Anlagen und damit die Versorgungssicherheit im Zuge der Energiewende. Ziel des GCC-Teilvorhabens ist es, die Ursachen und Einflussfaktoren von Glasbrüchen in PV-Modulen systematisch zu erfassen und belastbare Grundlagen für eine zuverlässige Auslegung und Bewertung zu schaffen. Hierzu werden historische Schadensfälle aus Solarparks und neue Daten zu mehreren zehntausend Modulen in einer strukturierten Datenbank zusammengeführt, klassifiziert und mit Standort-, Design- und Betriebsparametern verknüpft. Parallel entwickelt und erprobt das GCC labor- und feldtaugliche Methoden zur Detektion von Glasrissen und Glasspannungen (u. a. spannungsoptische Ansätze) und charakterisiert Festigkeit, Tragverhalten und Impactwiderstand dünner PV-Gläser mittels mechanischer Prüfungen und Hagelschlagversuchen. In enger Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern werden die experimentellen Ergebnisse in numerische Modelle überführt, um Designlimits für verschiedene Glasaufbauten und Unterkonstruktionsvarianten abzuleiten. Die Resultate fließen in einen konsolidierten Fehler- und Schadenskatalog, in Bewertungskonzepte sowie in praxisnahe Handlungsempfehlungen für Planung, Betrieb, Inspektion und Begutachtung von PV-Anlagen ein. Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse in Normungs- und Standardisierungsprozesse einfließen und so zur Erhöhung der Zuverlässigkeit und Lebensdauer von PV-Systemen sowie zur sicheren Umsetzung der Energie- und Klimaziele beitragen.