Verbundvorhaben: Bladeprotect - Entwicklung eines multifunktionalen Systems für den Schutz von Rotorblättern; Teilvorhaben: Charakterisierung und Optimierung eines multifunktionalen Systems für den Schutz von Rotorblättern
Zeitraum
2026-05-01 – 2029-04-30
Bewilligte Summe
2.608.382,55 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE2101B
Leistungsplansystematik
Windenergieanlagen - Rotoren, Rotorblätter [EB1211]
Verbundvorhaben
01286597/1 – Bladeprotect - Entwicklung eines multifunktionalen Systems für den Schutz von Rotorblättern
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE2)
Förderprogramm
Energie
Zunehmende Blattlängen und höheren Blattspitzengeschwindigkeiten von Rotorblättern sowie die Ausweitung der Windenergie auf neue Märkte mit feuchtem oder kaltem Klima erhöht die Anforderungen an Materialien und Systeme. Tropfenschlagerosion, Vereisung und Blitzschlag sind vorherrschende Probleme. Die damit verbundene Erhöhung der Rauigkeit und/oder lokalen Beschädigungen an den Vorderkanten der Rotorblätter führen zu einem vorzeitigen Übergang von laminarer zu turbulenter Strömung und verschlechtert so die aerodynamischen Eigenschaften und damit die Leistungsfähigkeit der WEA. Die Auswirkungen auf die Stromerzeugung und damit auf die Rentabilität einer Anlage sind signifikant. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Verifizierung eines multifunktionalen Kantenschutzsystems für Rotorblätter, das (1) einen metallisch basierten Erosionsschutz gewährleistet, (2) integrierte Heizsysteme zum Vereisungsschutz unterstützt und (3) den Schutz vor Beschädigungen durch Blitzschlag erhöht. Für die beteiligten Fraunhofer Institute EMI und IFAM stehen Tests an den durch die Projektpartner entwickelten Schutzsystemen im Vordergrund. Hierzu werden bereits etablierte Testsysteme zur Vereisung und Blitzschutz eingesetzt. Für die Untersuchungen zur Regenerosion wird im Rahmen des Projektes ein Testsystem errichtet, das auf dem 'Rotierenden-Arm' beruht. Es hat sich bei Stakeholdern der Windenergiebranche etabliert und wird von der Zertifizierungsstelle DNV als alleiniges Testprinzip zur Bewertung von Erosionsschutzkonzepten definiert (DNV-RP-0171). Darüber hinaus beteiligen sich die Fraunhofer Institute an der Material- und Systementwicklung in enger Abstimmung mit den Entwicklungspartnern, um die vorhandenen Erfahrungen und Ressourcen bestmöglich zu nutzen und den Projekterfolg sicherzustellen.