Verbundvorhaben: CorroGuard - Entwicklung eines Roboters zur automatisierten Kontrolle von Stahloberflächen für Offshore-Windenergieanlagen; Teilvorhaben: Verfahren zur Lokalisierung und autonomen Steuerung sowie digitale Referenzierung von Crawlern auf Stahloberflächen
Zeitraum
2026-04-01 – 2029-03-31
Bewilligte Summe
201.575,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE2099C
Leistungsplansystematik
Logistik, Anlageninstallation, Instandhaltung und Betriebsführung [EB1250]
Verbundvorhaben
01286522/1 – CorroGuard - Entwicklung eines Roboters zur automatisierten Kontrolle von Stahloberflächen für Offshore-Winenergieanlagen
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE2)
Förderprogramm
Energie
In der Fertigung sind Effizienzsteigerung und Langlebigkeit von Industrieprodukten entscheidend, weshalb Qualitätssicherungsprozesse zunehmend an Bedeutung gewinnen. Besonders relevant hierfür ist in der Stahlverarbeitung die automatisierte Detektion und Klassifizierung von Materialdefekten, da Oberflächenunregelmäßigkeiten und abweichende Lackschichtdicken gravierende Folgen haben können. Dies gilt insbesondere für die Gründungsstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen (Monopiles), die aufgrund ihrer Lage und der rauen Einsatzumgebung kaum nachgebessert werden können und zudem stark korrosionsanfällig sind. Hier setzt das Projekt CorroGuard an. Derzeit erfolgt die Beurteilung der Oberflächenqualität in der Produktion durch visuelle Inspektionen qualifizierter Inspektoren. Ein Prozess, der zeitaufwendig und subjektiv ist. Wie im abgeschlossenen Projekt WindsurfAce gezeigt wurde, sind die Beurteilungs-Ergebnisse trotz der Expertise der Inspektoren oft nicht wiederholbar. Das dort entwickelte Messsystem, welches die Oberfläche erfasst und auf Basis der Expertenmeinung wiederholbar klassifiziert, soll nun industrietauglich weiterentwickelt werden. Als wertvolle Ergänzung soll das CorroGuard System zusätzlich die Qualität der Lackschicht durch Schichtdickenprüfungen sichern. Der mobile Roboter der Firma OFTEC wird hierzu automatisiert und mit Sensorik bestückt. Gemeinsam mit der Bithand GmbH als Software-Partner wird so dieser Crawler-Roboter verbessert. Das Fraunhofer IFAM liefert als Forschungspartner die notwendige Sensorik. Mit der Robert Krebs GmbH ist darüber hinaus ein Anwender im Projekt, der die zielgerichtete Entwicklung des Systems und der angeschlossenen Prozesse sicherstellt. Die Entwicklung dieses mobilen Roboters, der die genannten Aufgaben autonom und präzise übernehmen kann, stellt einen entscheidenden Fortschritt dar. Es wird ein System geschaffen, das die Oberflächen mit samt ihrer Beschichtung robust und schnell erfassen und klassifizieren kann.