Verbundvorhaben: HybSchaDC2 - Elektronikbasierte Schalt- und Schutzsys-teme mit Sensorik und intelligenter Steuerung für DC-Netze; Teilvorhaben: Elektronikbasierte Schalt- und Schutzsysteme mit Sensorik und intelligenter Steuerung für DC-Netze
Zeitraum
2026-02-01 – 2029-01-31
Bewilligte Summe
581.907,68 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI6152C
Leistungsplansystematik
Netze [EB1820]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI6)
Förderprogramm
Energie
Die Gleichstromtechnologie wird einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen, bietet sie doch eine höheren Energieeffizienz bei gleichzeitig besserer Steuerbarkeit gegenüber Wechselstromnetzen. Selbstverständlich müssen DC-Netze sämtlichen Anforderungen an den Personen- und Anlagenschutz eingehalten werden. Nach heutigem Stand der Technik kann diese Aufgabe nur durch den Einsatz von sehr schnell und lichtbogenfrei schaltenden Halbleiterschaltern erfüllt werden. Dabei kann entweder ein rein elektronischer Schalter oder ein hybrides Schaltkonzept mit einer Kombination aus Leistungshalbleiter und elektromechanischem Schalter für den Ausschaltvorgang zum Einsatz kommen. Als Systemanbieter einer All Electric Society hat Phoenix Contact hierbei die gesamte systemische Bandbreite von der Sektorenkopplung über den Geräteanschluss bis zum Schutz von Endstromkreisen im Blick. Übergreifende Koordination sowie Sicherstellung von Hierarchie und Selektivität sind hierbei wesentlicher Bestandteil für eine durchgängige Systemlösung. Im Rahmen dieses Teilprojektes sind daher gehend die DC-Anstrengungen von gleich drei Geschäftseinheiten der Phoenix Contact gebündelt. Die Geschäftseinheit 'Interface Components' verfolgt die Entwicklung eines DC-Schaltgerätes für übergeordnete Hierarchieebenen zur Ankopplung von DC-Teilnetzen mit mehreren DC-Sektoren. Die Geschäftseinheit 'System Protection Technologies' verfolgt die Entwicklung von DC-Schutzschaltern zur Absicherung von Endstromkreisen. Die Geschäftseinheit 'Field Connectivity' verfolgt die Entwicklung eines DC-Leistungssteckverbinders bis 150'A und 1500V. Der zu entwickelnde Leistungssteckverbinder für DC zeichnet sich dadurch aus, dass er im Betrieb manuell getrennt werden kann, ohne den Anwender durch den in DC-Netzen erwartbaren Lichtbogen zu gefährden. Die Implementierung einer Inrushstrombegrenzung soll die Funktionalität des Steckverbinders speziell für den Einsatz in DC-Anwendungen ertüchtigen.