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Verbundvorhaben: Unbeugsam - Ursachen von belastungsbedingten Glasbrüchen und Modulschäden im Feld und Strategien zur Prävention; Teilvorhaben: Optimierung von Prüfmethoden für die Hagel- und mechanische Belastungsprüfung

Zeitraum
2026-05-01  –  2029-04-30
Bewilligte Summe
139.767,12 EUR
Ausführende Stelle
PSE Instruments GmbH, Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
Förderkennzeichen
03EE1250C
Leistungsplansystematik
Qualitätssicherung, Zuverlässigkeit, Langzeitstabilität Komponenten [EB1041]
Verbundvorhaben
01286283/1  –  Unbeugsam - Ursachen von belastungsbedingten Glasbrüchen und Modulschäden im Feld und Strategien zur Prävention
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE1)
Förderprogramm
Energie
 
Die PSE Instruments GmbH ist im Projekt 'Unbeugsam' unterstützend in den Arbeitspaketen 4 und 6 tätig. Im Fokus von Arbeitspaket 4 steht die Analyse des Risikos von Hagelschäden an aktuellen PV-Moduldesigns. Dazu soll eine Methode zur Messung der Einschlagenergie entwickelt und validiert werden. Parallel werden verschiedene Verfahren zur Herstellung künstlicher Hagelkörner untersucht, mit dem Ziel, ein kosteneffizientes und reproduzierbares Verfahren zu etablieren. Zusätzlich werden die durch Hagelschlag entstehenden Bruchmuster analysiert und deren Zusammenhang mit den Eigenschaften des Hagelereignisses erforscht. Auf dieser Basis erfolgt eine Risikoklassifizierung typischer Schadensbilder, wobei sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf die Modulfunktionalität sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt werden. Die Ergebnisse sollen in eine digitale Informationsplattform überführt werden, um künftig eine fundierte Risikobewertung bereits in der Planungsphase von PV-Anlagen zu ermöglichen. Im Rahmen von Arbeitspaket 6 arbeitet die PSE an der Entwicklung neuer Prüf- und Qualitätssicherungsverfahren zur Bewertung der mechanischen Stabilität von PV-Modulen, um Glasbrüche frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Bestehende Prüfmethoden werden hinsichtlich ihrer Aussagekraft und unter Einbeziehung statistischer Streuungen bewertet. Zudem wird der im Projekt Similar entwickelte Multizonen-Teststand weiterentwickelt, um inhomogene und asymmetrische Lastszenarien zu simulieren, die reale Bruchursachen besser abbilden als herkömmliche Tests nach IEC 61215. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Einflusses verschiedener Krafteinleitungstechniken, insbesondere von Flachsaugern und deren Montagesystemen, auf das Bruchverhalten. Ergänzend wird ein 3D-Messsystem in den Prüfstand integriert, das eine hochaufgelöste flächige Verformungsmessung in Echtzeit ermöglicht und somit eine präzisere Analyse der Modulreaktion unter Belastung erlaubt.