Verbundvorhaben: HIP-EMIL - Holistisches interaktives prädiktives Energiemanagement über modellbasierte intelligente Lernmethoden; Teilvorhaben: Automatische Überwachung und Optimierung
Zeitraum
2026-01-01 – 2028-12-31
Bewilligte Summe
396.480,33 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN6058C
Leistungsplansystematik
Regenerative und energieeffiziente Wärme- und Kältenutzung im Gebäude [EA4351]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN6)
Förderprogramm
Energie
Das Projekt HIP-EMIL entwickelt ein neuartiges, sektorenübergreifendes Energiemanagement (EMS) für Gebäude, das die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität intelligent miteinander verbindet. Ziel ist es, durch die Kombination von modellbasierten und datengestützten Ansätzen einen Innovationssprung in Leistung und Energieeffizienz zu erzielen. Aktuelle EMS-Lösungen sind oft isoliert und basieren auf starren Regeln, während leistungsfähigere modell- und datenbasierte Systeme in der Praxis aufgrund von hohem Modellierungsaufwand oder Datenbedarf kaum Anwendung finden. HIP-EMIL löst dieses Problem durch die Entwicklung hybrider Methoden, die die Vorteile beider Ansätze vereinen und deren Nachteile minimieren. Das entwickelte System soll ohne großen Aufwand auf verschiedene Gebäudetypen, vom Einfamilienhaus bis zum Industriestandort, übertragbar sein und so die Energieoptimierung in einer Vielzahl von Gebäuden ermöglichen. Die Forschungsarbeiten werden von der Hochschule Trier, der RPTU Kaiserslautern-Landau und dem DFKI durchgeführt. Die praktische Anwendung und Erprobung findet bei den Industriepartnern Iconag-Leittechnik GmbH, Schoenergie GmbH, IS Predict GmbH und aimpera GmbH statt. Die Entwicklung erfolgt in zwei Stufen: Zunächst die Validierung am Forschungsdemonstrator UCB (TRL 5), gefolgt von einer prototypischen Erprobung in den realen Umgebungen der Industriepartner (TRL 6). Das Projekt hat das Potenzial, die Energieeffizienz und die CO2-Reduktion im Gebäudesektor signifikant zu steigern und trägt zur Entwicklung von Standards für zukunftssichere Energiemanagementsysteme bei. Die Ergebnisse werden als Open Source bereitgestellt, um eine breite Anwendung zu ermöglichen.