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Verbundvorhaben: EFH-Trafo - Transformation von Einfamilienhausgebieten; Teilvorhaben: Wärmewende im Kontext von Wohnraummobilisierung

Zeitraum
2026-01-01  –  2028-12-31
Bewilligte Summe
120.000,03 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN3131D
Leistungsplansystematik
Parameterstudien, methodische Untersuchungen zu Versorgungskonzepten [EA2111]
Verbundvorhaben
01285894/1  –  EFH-Trafo
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN3)
Förderprogramm
Energie
 
Die Dekarbonisierung des Gebäudebestands, insbesondere die Beschleunigung der Transformation von Ein- und Zweifamilienhausgebieten stellt insbesondere Kommunen vor beträchtliche soziale, ökonomische und technische Herausforderungen, die integriert betrachtet werden müssen. Im Projekt Transformation von Einfamilienhausgebieten (EFH-Trafo) werden Transformationspfade für die parallele Wärmewende und Wohnraummobilisierung im Bestand entwickelt.  Für Kommen wie Tübingen sind beide Aspekte zentrale Herausforderungen. Mit der städtischen Klimaschutzkampagne 'Tübingen macht blau' und dem kommunalen Klimaschutzprogramm hat sich Tübingen das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 gesetzt. Zudem ist der Wohnraum in der Stadt extrem knapp. Die jüngste Volkszählung hat ergeben, dass in Tübingen eine steigende Zahl von Wohnungen unterdurchschnittlich ausgenutzt werden. Rund 37 Prozent aller Zwei-Personen-Haushalte verfügt über mehr als 100 Quadratmeter Wohnraum. Über 50% aller Wohnungen mit mehr als 120 Quadratmetern werden nur von 1 oder zwei Personen genutzt. Die städtische Warteliste von Familienhaushalten mit Wohnberechtigungsschein betrug im Mai 2025 219 Haushalte. Bemühungen um Energieeffizienz im Gebäudebereich werden dadurch konterkariert, dass die individuell genutzte Wohnfläche seit Jahren stetig steigt. Ziel des Projekts ist es deshalb, auf kommunaler Ebene beispielhafte Lösungsansätze zu erarbeiten, welche die Wärmewende und Wohnraummobilisierung in EZFH-Quartieren ermöglichen oder beschleunigen. Insbesondere der Aufbau und Betrieb von kooperativen Heizsystemen mit Wärmepumpen in den EZFH-Quartieren kann Synergien entwickeln. Die Kooperationsbereitschaft der Eigentümer ist aber weitestgehend unbekannt. Im Projekt kann die Frage beantwortet werden, in welcher Form die Erhöhung der Wohnflächeneffizienz oder kooperative Modelle bei der Wärmeenergieerzeugung (oder eine Kombination aus beidem) für die Eigentümer attraktiv sein können.