Verbundvorhaben HYDROS - 'Entwicklung eines smarten, robusten und skalierbaren Multiple Element Gas Containers (MEGC) für den Wasserstoff-Transport'; Teilvorhaben: 'Entwicklung und Systemintegration eines modularen und wartungsarmen MEGC mit verbesserter Betriebssicherheit'
Zeitraum
2026-01-01 – 2028-12-31
Bewilligte Summe
1.113.933,59 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI3130A
Leistungsplansystematik
Wasserstofftransport [EA2734]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI3)
Förderprogramm
Energie
Zur Erreichung der Klimaneutralität ist neben der Elektrifizierung die Einführung einer flächendeckenden und wirtschaftlichen Wasserstoffinfrastruktur notwendig. Insbesondere für die H2-Distribution entlang der sog. 'letzten Meile' (300-400 km) über die Straße sind MEGC die wirtschaftlichste und praktikabelste Lösung, da keine weitere Konditionierung des Wasserstoffs notwendig ist. Trotz den umfassenden Sicherheitsanforderungen in den geltenden Zulassungen ADR (Straße), RID (Schiene) und ADN (Binnenschiffahrt), kommt es immer wieder zu katastrophalen Unfällen im Umgang mit MEGC. Aus diesem Grund übersteigen die Sicherheitsansprüche von H2-Produzenten und –distributoren die Mindestanforderungen aus den geltenden Normen. Insbesondere Undichtigkeiten durch betriebsbedingte Vibrationen und Stöße führen langfristig zu Problemen und können in katastrophalen H2-Verpuffungen resultieren. Das Ziel des Projekts HYDROS ist daher die Entwicklung eines smarten, robusten und skalierbaren MEGC für den H2-Transport über Straße, Schiene, Binnengewässer und Hochsee. Dazu soll ein intelligentes Flottenmanagement basierend auf energieeffizienter Sensorik und prädiktiven Wartungskonzepten sowie einer kaskadierten, sektionsweisen Entleerung die Betriebskosten senken. Das Sicherheitskonzept wird durch schwingungsdämpfende Leichtbaumaterialien, prädiktive Wartung, erweiterte Rückverfolgbarkeit und intelligente Sensorik gegenüber dem Stand der Technik verbessert. Die integrierte H2-Reinheitsmessung soll die Entnahme-Qualität für den Endanwender gewährleisten und eine indirekte Durchflussmengenmessung soll zugleich die Investitionskosten senken.