Verbundvorhaben: BrainCloud - Etablierung eines cloudbasierten Daten-Management-Systems zur Evaluierung und Optimierung des Energiesystems während des Aufwuchses des Brainergy Park Jülich. Teilvorhaben: Digitale Infrastruktur.
Zeitraum
2025-12-01 – 2028-11-30
Bewilligte Summe
1.639.259,98 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN3130A
Leistungsplansystematik
Örtliche Versorgungskonzepte [EA2113]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN3)
Förderprogramm
Energie
Die Aufwuchsphase eines nachhaltig versorgten Gewerbe- und Industrieparks stellt für den Betreiber eine Herausforderung dar: Die realen Wärme- und Strombedarfe der sich ansiedelnden Betriebe weichen in der Regel signifikant von den Annahmen ab, die in der Planung des Energiesystems getroffen wurden. Da die sich die Ansiedlung sowie der Bau über mehrere Jahre erstreckt, verändern sich die Informationen zu aktuellen und zukünftigen Bedarfen und möglichen Einspeisungen immer wieder. Der Betreiber muss unter diesen Umständen versuchen, das Energiesystem effizient und ökonomisch zu betreiben, ggf. bereits Änderungen an einzelnen Komponenten vornehmen und dabei Lock-In-Effekte vermeiden, die dazu führen könnten, das gewünschte Optimum an Effizienz und Wirtschaftlichkeit im späteren Vollbetrieb zu verfehlen. Dieser Betrieb bei großen Unsicherheiten verbindet den Fall eines neuen Industrie- oder Gewerbeparks mit Bestandsprojekten, wo die Entscheidung über den Anschluss an ein Wärmenetz häufig erst getroffen wird, wenn eine bereits existierende Wärmeversorgungslösung aus Alters- oder Kostengründen ersetzt werden muss. In diesem Projekt soll nun beispielhaft am Energiesystem des Gewerbeparks Brainergy Park Jülich untersucht werden, wie Daten so erfasst und ausgewertet werden können, dass das Energiesystem sowohl in der Aufwuchsphase wie auch im Vollbetrieb ein Maximum an energetischer Effizienz erreicht und gleichzeitig ökonomisch betrieben werden kann. Es handelt sich dabei um ein Quartiersenergiesystem mit kaltem Nahwärmenetz, Einspeisung von industrieller Abwärme und lokal erzeugtem PV- und Windstrom für zentrale und dezentrale Wärmepumpen sowie diverse Speichersysteme. Für die Bewertung und Optimierung des Betriebs in der Aufwuchsphase muss zunächst die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Gleichzeitig müssen passende Metriken und Indikatoren bestimmt werden, die es erlauben, mithilfe von Monitoringdaten die Effizienz zuverlässig und vergleichbar zu bewerten.