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Verbundvorhaben: Universal-EWS - Neue Verfüllmethoden zur Erweiterung des Einsatzes von Erdwärmesonden für oberflächennahe und mitteltiefe Geothermie; Teilvorhaben: Entwicklung und Erprobung tonbasierter Verfüllmaterialien für EWS bei verschiedenen geologischen Rahmenbedingungen

Zeitraum
2026-01-01  –  2028-12-31
Bewilligte Summe
175.566,54 EUR
Ausführende Stelle
Stephan Schmidt KG, Dornburg, Hessen
Förderkennzeichen
03EE4077E
Leistungsplansystematik
Sonstiges im Rahmen der geothermischen Energie [EB1619]
Verbundvorhaben
01284656/1  –  Universal-EWS - Neue Verfüllmethoden zur Erweiterung des Einsatzes von Erdwärmesonden für oberflächennahe und mitteltiefe Geothermie
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE4)
Förderprogramm
Energie
 
Die derzeit gängige Praxis beim Verfüllen von EWS-Bauwerken mit hydraulisch erhärtenden Suspensionen in oberflächennaher Geothermie wird auch in mitteltiefer Geothermie angewandt. Diese Verfüllpraxis wird den speziellen Anforderungen von engständigen Sedimenten sowie klüftigem und verkarstendem Gestein nicht gerecht. Dadurch kann es innerhalb der Suspensionssäule der EWS zur Sedimentation, Filtration und/oder auch zur Penetration kommen. Die Verfüllbaustoffe müssen nicht nur die EWS-Rohe mechanisch stabilisieren und die hydraulische Abdichtung, sondern auch den Wärmeaustausch zwischen den EWS-Rohren und dem umgebenden Erdreich sicherstellen. Insbesondere Filtrationsprozesse und die Penetration von Verfüllmaterialien aus dem Bohrloch heraus in das umgebende Gestein führt zu Verlusten an Suspension und zur Entstehung von Lunkern, die die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der EWS-Anlagen beeinträchtigen können. Dieses Vorhaben befasst sich mit den wesentlichen Ursachen für Suspensionsverluste (Filtration und Penetration) und entwickelt gleichzeitig kostengünstige und praxistaugliche Lösungen, die zur Beherrschung der Problematik führen. Durch die Bereitstellung alternativer Verfüllkonzepte und neuer, optimierter Verfüllbaustoffe soll eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung erreicht werden, die zu einer höheren Akzeptanz bei potenziellen Nutzern und Genehmigungsbehörden und gleichzeitig zu geringeren Gestehungskosten führen. Darüber hinaus können durch die neuen Verfüllkonzepte und Verfüllbaustoffe auch Standorte für eine geothermische Nutzung erschlossen werden, die derzeit aufgrund der geologischen und hydrogeologischen Bedingungen nicht genutzt werden. Damit zielt das Vorhaben auf eine deutliche Unterstützung der Wärmewende. Das Vorhaben folgt dabei zusätzlich dem Ruf aus der Praxis, die ein zuverlässige Vorgehensweise bei immer wieder auftretenden hohen Suspensionsverlusten fordert.