Verbundvorhaben: KIDra – KI-basierte, kontinuierliche und automatische Zustandserfassung und Optimierung der Hydrauliksysteme von Gebäuden zur Wärmeversorgung; Teilvorhaben: Entwicklung und Erprobung von unterschiedlichen Messkonzepten sowie Erprobung der Umsetzung an den Gebäuden in Strang B
Zeitraum
2026-01-01 – 2029-12-31
Bewilligte Summe
97.843,63 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EN1116F
Leistungsplansystematik
Energieoptimierte Gebäude - Regelungstechnik, Betriebsoptimierung und Monitoring [EA4430]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESN1)
Förderprogramm
Energie
Effizienzsteigerungen in der Wärmeversorgung sind essenziell für die Erreichung des gesteckten Gesamtziels bei der CO2-Reduktion um 80 % bis zum Jahr 2040. Dabei spielt die hydraulische Optimierung der sekundärseitigen Gebäudesystemtechnik und der Wohnungsverteilungen eine entscheidende Rolle. Diese beeinflussen maßgeblich die Rücklauftemperatur zum Wärmeerzeuger im Gebäude oder zum Wärmenetz. Heute wird dafür ein gesetzlich geregeltes, manuelles Verfahren eingesetzt (Hydraulischer Abgleich (HA) nach Verfahren B, GEG §60). Hierbei ergeben sich mit den Anforderungen aus der Praxis folgende Probleme: Problem A Für die Durchführung des HA ist qualifiziertes Personal aus dem SHK-Bereich notwendig. Personal, das dem Markt in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung steht. Problem B In der Praxis zeigt sich, dass nicht jedes Gebäude einen HA braucht, da das Heizsystem bereits nahe am Optimum arbeitet. Problem C Derzeit kommt es nach Abschluss des HA zu keiner datengetriebenen Qualitätskontrolle. Jedoch 'arbeitet' in der Praxis das hydraulische System z.T. nach einem HA schlechter. Problem D Der HA betrachtet nur die Heizkreise der zu optimierenden Gebäudehydraulik. Außer Acht gelassen wird derzeit die Warmwasserbereitung. Zur Lösung dieser Probleme sollen digitale, messdatengetriebene und automatische Verfahren entwickelt werden. Die zu entwickelnden Verfahren der hydraulischen Zustandserkennung und Optimierung beziehen das Trinkwassersystem ein. Das Vorhaben zielt auf praxisnahe Entwicklung und Validierung der Automatisierungsverfahren ab. Das Benchmarking erfolgt gegenüber einem an Demonstrationsgebäuden durchgeführten erweiterten HA nach Verfahren B. Die Ergebnisse sollen in einen Leitfaden münden und damit nach Projektende für eine breite Zahl an Akteuren im Wärmemarkt bereitstehen. Aufgabe von providata ist insbesondere das Entwickeln und Erproben von unterschiedlichen Messkonzepten sowie die Begleitung der Gebäude in Strang B