BOOSter - Bestimmung der Oberflächenreinheit von Offshore-Stahlbauteilen schnell und berührungslos für die Beschichtungsvorbereitung.
Zeitraum
2025-07-01 – 2026-03-31
Bewilligte Summe
100.000,00 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EEM2007
Leistungsplansystematik
Windenergie - Offshore [EB1230]
Verbundvorhaben
01283254/1 – Anwender-orientierte Systematik zur strukturierten Ermittlung von Schlüsselprozessen im Rahmen der Staats- und Regierungsfunktionen (ASSESS)
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE2)
Förderprogramm
Energie
Die Offshore-Windenergie ist eine Schlüsselkomponente für die Erreichung der Klimaziele und die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Monopiles, die als Fundamentstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen dienen, können Längen von bis zu 120 Metern und Durchmesser von über 10 Metern erreichen. Sie müssen extremen Umweltbedingungen standhalten, was sie besonders anfällig für Korrosion macht. Daher ist bei der Herstellung von Monopiles die Gewährleistung eines dauerhaften Korrosionsschutzes unabdingbar. Salzkontaminationen auf der Stahloberfläche vor dem Beschichten sind dabei die Hauptursache für das Versagen der Schutzschichten und Korrosion. Die Produktion von Monopiles erfolgt jedoch in küstennahen Bereichen. Hier lagern die Bauteile oft im Freien und werden zwischen verschiedenen Fertigungsschritten transportiert. Dadurch besteht ein hohes Risiko der Salzkontamination durch Meeresaerosole. Salze auf der Oberfläche können zur osmotischen Blasenbildung und letztlich zur mechanischen Zerstörung der Beschichtung und Korrosion führen. Die derzeit verwendete Methode zur Bestimmung der Salzbelastung vor dem Beschichten, der Bresle-Test, ist zeitaufwändig, manuell und führt zu Produktionsunterbrechungen. Das Projekt 'BOOSter' zielt darauf ab, eine innovative Methode zur schnellen und berührungslosen Bestimmung der Oberflächenreinheit von Offshore-Stahlbauteilen zu entwickeln. Durch den Einsatz von laserinduzierter Plasmaspektroskopie (LIBS) soll eine effizientere und genauere Bestimmung der Salzkonzentration auf der Oberfläche vor dem Beschichten ermöglicht werden. Konkret kann dies zu einer Produktionssteigerung von geschätzt 8% führen, was einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Ausbauziele für Offshore-WEAs darstellt.