VV: KWAPE - Kommunale Wärmeplanung zur Aktivierung privater Eigentümer*innen; TV: Prozessbegleitung und Aktivierung EZFH-Eigentümer*innen
Zeitraum
2025-09-01 – 2028-08-31
Bewilligte Summe
365.380,28 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI5279A
Leistungsplansystematik
Energiewende und Gesellschaft (Querschnittsaktivitäten) [EA3350]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI5)
Förderprogramm
Energie
Mit der kommunalen Wärmeplanung (KWP) wird Kommunen ein Instrument an die Hand gegeben, um die dringend notwendige Koordination auf kommunaler Ebene zu leisten. Die Umsetzbarkeit der KWP ist abhängig von Sanierungsaktivitäten der Gebäudeeigentümer*innen. Selbst nutzende Eigentümer*innen von Ein- und Zweifamilienhäuser (EZFH) stellen dabei die zahlenmäßig größte Gruppe dar, weisen aber zahlreiche Hemmnisse in Bezug auf eine energetische Sanierung auf. Die KWP adressiert auch die Gebäude der selbst nutzenden EZFH-Eigentümer*innen und bietet eine Chance, diese wichtigen Akteure für die Wärmewende zu aktivieren. In dem transdisziplinären Vorhaben KWAPE untersucht das Konsortium aus ISOE, IÖW und Difu in enger Kooperation mit den zwei Praxiskommunen Norderstedt und Tübingen, welche Umsetzungsstrategien im Rahmen der KWP für EZFH-Gebiete geeignet sind. Ein Fokus des Vorhabens ist die Frage, welchen Beitrag gemeinschaftliche Lösungen auch in EZFH-Gebieten zur Umsetzung der Wärmeplanung leisten können. Betrachtet werden sollen dabei organisatorische, technische und soziale Innovationen, wie z.B. semizentrale Systeme der Wärmeversorgung oder gebäudeübergreifende serielle Sanierungen. Zudem soll untersucht werden, durch welche Angebote, Formate und Maßnahmen Kommunen die Partizipation und Teilhabe von selbst nutzenden EZFH-Eigentümer*innen an der Planung und Umsetzung von Sanierungsstrategien im Zusammenhang mit der Umsetzung der KWP stärken stärken können. Im Teilprojekt 'Prozessbegleitung und Aktivierung EZFH Eigetümer*innen' werden die Einstellungen, Bedürfnisse und Anforderungen von EZFH Eigetümer*innen vertiefend untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Konzeption, Umsetzungsbegleitung und Auswertung von partizipativen Stakeholder-Workshops 'Zukunftsfähige Wärmeversorgung von EZFH', mit denen ein übertragbares Format für die Aktivierung und Beteiligung von EZFH-Eigentümer*innen entwickelt und in den beiden Praxiskommunen Norderstedt und Tübingen erprobt wird.