Verbundvorhaben: SolMo - Monitoring und Optimierung des Betriebs solarer Parabolrinnenanlagen mit Hilfe von Betriebsmessdaten; Teilvorhaben: Implementierung und Realisierung in einer Realanlage
Zeitraum
2025-01-01 – 2027-12-31
Bewilligte Summe
322.277,50 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EE5188A
Leistungsplansystematik
Parabolrinnentechnologie Gesamtsystem [EB2123]
Verbundvorhaben
01276635/1 – SolMo - Monitoring und Optimierung des Betriebs solarer Parabolrinnenanlagen mit Hilfe von Betriebsmessdaten
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESE5)
Förderprogramm
Energie
Parabolrinnen ermöglichen es, Wärme bei beliebigen Temperaturen von unter 100°C bis hin zu hohen Temperaturen von 550°C bereitzustellen. Sie decken damit den Lieferbereich sowohl für Nah-/Fernwärmenetze über die industrielle Prozesswärme bis hin zur solarthermischen Stromerzeugung ab. Ein hoher Automatisierungsgrad bis hin zum unbemannten Betrieb ist ein unverzichtbarer Baustein zur weiteren Kostensenkung. Während der unbemannte Betrieb für Prozesswärmeanlagen bereits heute umgesetzt werden muss, geht es bei großen Kraftwerksfeldern darum, den Solarfeldbetrieb möglichst ohne Eingriff der Kraftwerksfahrer vor Ort möglich zu machen. Voraussetzung dafür ist jeweils eine automatisierte Überwachung des Betriebszustands. Hier setzt dieses Projekt mit Methoden der datenbasierten Auswertung vorhandener Betriebsmessdaten sowie über die gezielte Installation von spezialisierter Messtechnik an. Beide Ansätze erlauben es, neben der Betriebskontrolle frühzeitig und vor allem automatisiert Wartungsbedarf und Fehlverhalten zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und vorausschauende Wartung zu planen. Das DLR hat in der Vergangenheit datenbasierte Ansätze entwickelt, die in diesem Projekt weiterentwickelt und an einer kommerziellen Parabolrinnen-Anlage von Solarlite/AZTEQ im belgischen Turnhout mit Hilfe von Spezialmesstechnik des Messtechnik-Herstellers SICK erprobt werden. Dazu haben die Projektpartner unmittelbaren Zugriff auf die von AZTEQ betriebene Prozesswärmeanlage. Die entwickelten Verfahren werden in der Praxis erprobt, um eine schnelle Umsetzbarkeit in den nächsten Anlagen zu ermöglichen. Die Anwendbarkeit der Projektergebnisse erstreckt sich über das gesamte Anwendungsspektrum von Parabolrinnen. Wegen des Bedarfs in kleineren Prozesswärmeanlagen den Personalaufwand vor Ort zu minimieren werden umfassende Betriebsüberwachungslösungen zunächst in diesem Sektor Einzug finden, bevor sie in Zukunft in gleicher Weise auf noch größere Systeme angewendet werden.