Verbundvorhaben: HydrAPlas - Nachhaltige Erzeugung von grünem Wasserstoff aus ammoniakhaltigen, wässrigen Reststoffströmen mithilfe effizienter Plasmatechnologie; Teilvorhaben: Umsetzung der Teiltechnologien plasmabasierte NH3-Zerlegung und Ammoniakextraktion
Zeitraum
2025-05-01 – 2028-04-30
Bewilligte Summe
1.279.207,54 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI3113A
Leistungsplansystematik
Wasserstofferzeugung - Weitere Technologien und nicht zugeordnet [EA2729]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI3)
Förderprogramm
Energie
Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und die Schonung von Ressourcen stellen wesentliche Herausforderungen dar. Grüner Wasserstoff (H2) wird als vielversprechende Lösung angesehen, während Ammoniak (NH3) als Wasserstoffträger Vorteile wie hohe Dichte und einfache Transportierbarkeit bietet. Das Projekt 'HydrAPlas' entwickelt ein innovatives System zur Ammoniakspaltung mittels kalten Plasmas, das sowohl effizienter als auch nachhaltiger ist. Zudem sollen Stickstoffverbindungen aus Abwässern zur Wasserstoffproduktion genutzt werden, um Emissionen zu verringern. Durch Membranextraktion wird Ammoniakgas gewonnen und aufbereitet, was die Ressourceneffizienz steigern und umweltschädliches Distickstoffmonoxid reduzieren könnte. Das Fraunhofer IKTS wird interdisziplinär zur Erreichung der Gesamtprojektziele in den Bereichen Plasmasystem und Am-moniakextraktion beitragen und die Zusammenarbeit der Projektpartner koordinieren, dokumentieren und disseminieren. Das IKTS wird den Aufbau eines mehrlagenkeramikbasierten Plasmasystems inklusive Steuerung und Sensorik unterstützen sowie Tests zur Überprüfung der Funktionalität und H2-Produktion durchführen. Ziel des IKTS ist es, das keramische Plasmasystem und dessen Betrieb verfahrenstechnisch zu bewerten und zu optimieren. Darüber hinaus wird das IKTS eine Membranextraktionsanlage zur NH3-Gas-Extraktion einrichten, um geeignete Membrankontaktoren und effiziente Betriebsweisen durch Experimente zu evaluieren. Die Technologien werden vom IKTS sowohl wissenschaftlich-technisch als auch wirtschaftlich bewertet, und es wird ein Vergleich hinsichtlich der Marktsituation, Anwendungsbereiche und konkurrierenden Verfahren durchgeführt.