DiGO 2.0 - Distribution Grid Optimization 2.0; Teilprojekt: Grid Capacity Map & Prediction
Zeitraum
2025-01-01 – 2028-12-31
Bewilligte Summe
623.781,87 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI6127B
Leistungsplansystematik
Digitalisierung der Energiewende [EB1830]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI6)
Förderprogramm
Energie
Die Energie-, Verkehrs- und Wärmewende stellen eine erhebliche Herausforderung für die Stromnetze dar. Nach den aktuellen Planungsrichtlinien würde der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen einen massiven Ausbau der Verteilnetze erfordern. Dies hätte hohe Kosten zur Folge und könnte die Transition zu einer CO2-neutralen Gesellschaft verlangsamen. Netzbetriebsplattformen können mithilfe intelligenter Messsysteme (iMSys) und Steuerboxen Netzzustände erfassen und Netzbelastungen durch gezielte Steuereingriffe, incentiviert über variable Netzentgelte, reduzieren. Kann die Netzbelastung durch gezielte Anreize reduziert werden, so muss dies in der Netzplanung berücksichtigt werden, um den Netzausbau zu minimieren. Das Ziel des Projekts ist es, die auf unrealistisch hohen Belastungen basierenden klassischen Netzplanungsgrundsätze abzulösen. Stattdessen sollen Grundsätze verwendet werden, die auf Zeitreihen basieren und Anreizinstrumente zur Netzentlastung berücksichtigen. Zu diesem Zweck werden adaptive Methoden für Last-, Erzeugungs- und Flexibilitätsprognosen mit einem Feldtest entwickelt und validiert. Mit diesen Prognosen werden Ansätze zur Anreizsetzung für netzdienliches Verhalten nach §14a und c EnWG getestet und weiterentwickelt. Die Daten aus dem Reallabor werden genutzt, um solche Flexibilitäten quantitativ in die Netzplanung einzubeziehen. Das Zusammenspiel der Komponenten, bestehend aus Algorithmen, Netzbetriebsplattform, iMSys, Steuerboxen und Kundenanlagen, wird sowohl im Labor als auch im Feld getestet. Um Anlagenprojektierer an der flexibilitätsbasierten Planung teilhaben zu lassen, wird eine Grid Capacity Map (GCM) entwickelt, die Anschlusskosten und verfügbare Netzkapazitäten bestimmt.