Verbundvorhaben: SURF - Smarte, userzentrierte regionale Flexibilitätsplattform für Netz und Markt; Teilvorhaben: Bewertung der Cyber-Security für das Gesamtsystem
Zeitraum
2025-01-01 – 2027-12-31
Bewilligte Summe
289.350,30 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI4092E
Leistungsplansystematik
Geschäftsmodelle und Endnutzer [EB1816]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI4)
Förderprogramm
Energie
Im Vorhaben 'SURF' werden Prozesse entwickelt und in breitangelegten Feldtests demonstriert, die durch eine markt-basierte, proaktive Steuerung dezentraler Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen drohende Überlastungen im elektrischen Verteilnetz im Vorfeld abwenden und einen Netzausbau dauerhaft vermeiden können. Das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) ist für die 'Bewertung der Cyber-Security für das Gesamtsystem' verantwortlich. Der Energiesektor gehört zur kritischen Infrastruktur (KRITIS) und ist deshalb streng reglementiert. Im Projekt werden zunächst die regulatorischen Rahmenbedingungen auf Bundes- und europäischer Ebene (BSIG, MsbG, Erstes und Zweites IT-Sicherheitsgesetz, NIS-1 und -2, CRA) auf alle relevanten Anforderungen an die Systeme, Schnittstellen und Betreiber geprüft und eine Risikobewertung erstellt. Daraus entstehen Guidelines für die effektive Umsetzung während und nach dem Entwicklungsprozess des Systems (Security-by-Design). Es werden maßgeblich die wichtigsten Grundsätze der Cybersicherheit Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit beleuchtet und entsprechende anerkannte Standards (ISO 27001, IEC 62443, BSI Grundschutzkompendium, ICS-Kompendium) hinzugezogen. Die Guidelines dienen später als Handreichung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses über die gesamte Projektlaufzeit und sichern eine Defense-in-Depth-Strategie. Neben der Prozessüberwachung stellt die Betrachtung der Datenspeicherung ein eigenes Themenfeld dar. In Zusammenarbeit mit dem Konsortialpartner August-Wilhelm-Scheer-Institut (AWSI) wird zudem eine KI-gestützte Anomalie-Erkennungs-Methodik zur frühzeitigen Erkennung von Cyberangriffen entwickelt und implementiert. Eine letzte Komponente ist die Validierung der Cyber-Security des entwickelten Systems und entsprechende Feldtests an diesem. Bei den Tests werden etwaige, bisher nicht erkannte Schwachstellen mittels Angriffsvektoren bewusst angesteuert, offengelegt und behoben, um das System zu härten.