Verbundvorhaben: SURF - Smarte, userzentrierte regionale Flexibilitätsplattform für Netz und Markt; Teilvorhaben: Steuerungssysteme und Aufbau Digitaler Zwilling
Zeitraum
2025-01-01 – 2027-12-31
Bewilligte Summe
296.656,35 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI4092F
Leistungsplansystematik
Geschäftsmodelle und Endnutzer [EB1816]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI4)
Förderprogramm
Energie
Im Vorhaben 'SURF' werden Prozesse entwickelt und in breitangelegten Feldtests demonstriert, die durch eine markt-basierte, proaktive Steuerung dezentraler Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen drohende Überlastungen im elektrischen Verteilnetz im Vorfeld abwenden und einen Netzausbau dauerhaft vermeiden können. Der Lehrstuhl für Automatisierungs- und Energiesysteme (AES) der Universität des Saarlandes (UdS) verantwortet in SURF das Arbeitspaket 'Steuerungssysteme und Aufbau Digitaler Zwilling'. Er entwickelt maßgeblich das Energiemanagementsystems (EMS) mit Funktionalitäten zur netzdienlichen Teilnahme der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (SteuVE) an einem Flexibilitätsmarkt . Der Steuerungsentwicklungsprozess folgt dabei dem Ansatz des Model-based Designs, in dem die Steuerungsfunktionalität mit Hilfe von Simulationen in Software-in-the-Loop und Hardware-in-the-Loop-Tests erprobt wird (SWSB, SWSLS), bevor sie in einer Zielhardware integriert und im Feld getestet wird. Das Arbeitspaket umfasst die Erstellung eines Digitalen Zwillings sowohl von Gebäudeenergiesystemen mit SteuVE als auch von Steuerbox/EMS sowie deren Anbindung an ein reales Kommunikations-Umfeld und die Betrachtung von bestimmten Use-Cases. Der Digitale Zwilling des EMS mit Funktionalität nach aktuellem Stand der Technik wird zu einem 'Flex-EMS' weiterentwickelt (Consolinno), das eine nutzerzentrierte Teilnahme an einem lokalen Flexibilitätsmarkt erlaubt. Hierbei werden in Zusammenarbeit mit den entsprechend ausgewiesenen Konsortialpartnern Aspekte der Security (ZeMA), der Integration von KI-Funktionalitäten (AWSI) als auch Aspekte des Nutzerkomforts und der -akzeptanz im Umgang mit den Human-Machine-Inferfaces (OLI) berücksichtigt.