Verbundvorhaben: SURF - Smarte, userzentrierte regionale Flexibilitätsplattform für Netz und Markt; Teilvorhaben: Analyse von Nutzerpräferenzen in der Flexibilitätsbereitstellung und Akzeptanz von Anreizmechanismen
Zeitraum
2025-01-01 – 2027-12-31
Bewilligte Summe
356.358,48 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI4092H
Leistungsplansystematik
Geschäftsmodelle und Endnutzer [EB1816]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI4)
Förderprogramm
Energie
Ziel des Forschungsvorhabens SURF ist eine netz- und marktdienliche Aktivierung von Flexibilität bei Privathaushalten, um lokale Netzengpässe proaktiv zu vermeiden. Zentral für das Gelingen dieses Ansatzes ist, dass Privathaushalte ihre vorhandenen Flexibilitäten bereitstellen und ihren Verbrauch in kritischen Netzsituationen anpassen. Hierfür müssen die durch die Projektpartner entwickelten technischen Lösungen, insbesondere Flexibilitätsplattform und Benutzeroberflächen, und Anreizmechanismen den Bedürfnissen der Haushalte entsprechen und diesen einen adäquaten Nutzen stiften. Die Hochschule Reutlingen (HR) analysiert daher in SURF die Präferenzen und Akzeptanzfaktoren für netzorientiertes Verhalten von Privathaushalten und evaluiert die Wirksamkeit verschiedener monetärer und nichtmonetärer Informations- und Anreizmechanismen in der Flexibilitätsbereitstellung mittels regelmäßiger quantitativer Befragungen sowie Interviews und Workshops (AP 5.1). Darüber hinaus untersucht die HR in den AP 2.4 und 5.1 die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität des Netzbetreiber-Dashboards und der endkundenseitigen Benutzeroberfläche (App) der durch die Verbundpartner entwickelten Flexibilitätsplattform sowie die Verständlichkeit und Nützlichkeit der Erklärungen zu den KI-Prognosen für die verschiedenen institutionellen und privaten Nutzergruppen. Eine zentrale Funktion übernimmt der Feldtest mit ca. 30 Privathaushalten, der durch die HR intensiv begleitet wird (AP 8.4), einerseits in der Überprüfung von Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit der App, andererseits in der Analyse von Abweichungen zwischen realem Verhalten und den in Befragungen ermittelten Präferenzen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Erstellung des Leitbilds (AP 1) sowie die stetige Entwicklung und Umsetzung von nutzerzentrierten Optimierungen ein, deren Akzeptanz und Wirksamkeit über Feedbackschleifen wieder durch die HR überprüft werden.