Verbundvorhaben: RotoSOC - Rotationsdruck, Schlitzdüse und Laser für die Hochdurchsatz-Fertigung von Festoxidzellen (SOC); Teilvorhaben: Anwendung des Rotationsbeschichtens für Funktionsschichten in der SOFC/SOEC
Zeitraum
2024-12-01 – 2027-11-30
Bewilligte Summe
387.061,63 EUR
Ausführende Stelle
Förderkennzeichen
03EI3103B
Leistungsplansystematik
Wasserstofferzeugung - Hochtemperatur-Elektrolyse [EA2723]
Verbundvorhaben
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE.IIC2)
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J.ESI3)
Förderprogramm
Energie
Stacks auf Basis der Festoxid-Technologie (SOC) arbeiten bei erhöhten Temperaturen und haben dadurch gegenüber anderen Technologien besondere Vorteile. So werden keine Edelmetalle wie Ir und Pt mit einer limitierten Verfügbarkeit als Katalysator benötigt, welche den Markthochlauf konterkarieren. Zudem können neben H2 auch klassische Energieträger (wie Biomethan und Erdgas) für die Verstromung in einer Brennstoffzelle eingesetzt werden, sodass entsprechende dezentrale Energieversorgungssysteme bereits heute, ohne Wasserstoff-Infrastruktur, einsatzbereit sind. Dabei werden bei der Verstromung mit gleichzeitiger Nutzung von Abwärme Wirkungsgrade von bis zu 85% erreicht. Renommierte Marktstudien erwarten ein rasantes Wachstum der Markterträge von 869,71 Mio. USD (2021) auf 12.250 Mio .USD (2030), wobei insbesondere stationäre Systeme Treiber sein werden [2]. Ein entsprechendes Wachstum erfordert einen massiven Ausbau von Produktionskapazitäten, wobei internationale Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere durch den Einsatz von innovativen Fertigungsansätzen, erreicht werden kann. In RotoSOC werden bewährte Architekturen des Forschungszentrums Jülich mit hochdurchsatzfähigen Silizium-Photovoltaik Fertigungsansätzen (Rotationssiebdruck, Schlitzdüse und Laser) des Fraunhofer ISE umgesetzt, um die Erfüllung der Kriterien Leistung, Kosten, Ressourceneffizienz zu optimieren und die Technologie insgesamt auf einen höheren Reifegrad (TRL = 6) [4] anzuheben. Durch Industriepartnerschaften sollen Lösungen generiert werden, welche eine unmittelbare, wirtschaftliche Anschlussfähigkeit in der Projektverwertung ermöglichen.